Am letzten Samstag und Sonntag im Juni eines jeden Jahres sind die Pfarrangehörigen der Pfarrgemeinde Hollfeld zur Wallfahrt nach Marienweiher aufgerufen. Es ist dies die ab dem Jahre 1827 schriftlich belegte Fußwallfahrt der Pfarrei Hollfeld zur Marienwallfahrtsstätte im Frankenwald.
Auch für Menschen des 21. Jahrhunderts ist wallfahren noch zeitgemäß. Im gemeinsamen Beten, Bitten und Singen wird einerseits ein sichtbares Glaubenszeugnis in aller Öffentlichkeit abgelegt, zum Zweiten ist unterwegs und am Wallfahrtsort viel Zeit und Stille, um die eigenen Sorgen und Anliegen und die Anliegen der Daheimgebliebenen vor Gott zu bringen. Wallfahrt hat mit Gemeinschaft zu tun: sie ist Weggemeinschaft, Gebetsgemeinschaft und Glaubensgemeinschaft.
Wenn dann und wann im Wallfahrtsablauf auch etwas Geselligkeit eingewoben ist, so bestärkt dies den Gemeinschaftscharakter der Wallfahrt zusätzlich.
Der heutige Mensch ist im allgemeinen nicht mehr die körperlichen Strapazen gewohnt wie z.B. Menschen des 19. Jahrhunderts. Musste zur damaligen Zeit die Gesamtstrecke bis Marienweiher (ca. 45 km) zu Fuß bewältigt werden, so wird heute eine Teilstrecke mit Bussen zurückgelegt. Auch das notwendige Gepäck wird mit Fahrzeugen befördert. Für die Sicherheit auf den Straßen wird gut gesorgt.
Am Wallfahrtsort stehen Quartiere für die Übernachtung in ausreichender Zahl zur Verfügung.
Zeitpunkt
Ende Juni
Wallfahrtsbeginn
Samstag 5.00 Uhr
Wegstrecke
Kainachtal – Kainach – Wonsees – Zedersitz – Schirradorf – Welschenkahl – Kasendorf - Einkehr in Kasendorf - Ab Kasendorf mit Bussen bis Ludwigschorgast - Ab Ludwigschorgast bis Kupferberg auf Hauptstrasse, ab Kupferberg auf Wallfahrerweg bis Marienweiher - Ankunft in Marienweiher ca. 14.30 Uhr
Am Wallfahrtsort
Samstag: Zeit zum persönlichen Gebet – Beichtgelegenheit – Kreuzweg am Abend - Sonntag: 7.00 Uhr Wallfahrergottesdienst - 9.15 Uhr Abschied vom Wallfahrtsort mit gleicher Wegstrecke wie auf Hinweg - Einkehr unterwegs in Kulmbach und Wonsees - Rückkunft in Hollfeld (Kainachtal) ca. 18.30 Uhr
Gestaltung
Die Wallfahrt steht jeweils unter einem Leitwort, das Leitlinie des Betens, Singens und der Meditation ist. Seit dem Jahr 1964 wird die Wallfahrt von der Hohenpölzer Blaskapelle musikalisch begleitet.
Für die Vorbereitung und den Ablauf der Wallfahrt sind verantwortlich:
(Diese geben auch gerne entsprechende Auskunft)